Harald Hoffmann de Vere beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit dem Wandel Berlins von der einstigen Inselstadt zur deutschen Hauptstadt. Immer wieder zog es ihn an die historischen Orte der über Jahrzehnte geteilten Stadt: Der Reichstag, das Brandenburger Tor, der Checkpoint Charlie ebenso wie der Potsdamer Platz oder die Oberbaumbrücke spiegeln dabei die Brüche der deutschen Geschichte auf einzigartige Weise und sind nicht nur zu Brennpunkten der deutsch-deutschen Teilung, sondern auch zu Symbolen der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten geworden. Die Entwicklung dieser Brennpunkte deutscher Geschichte ist das zentrale Motiv von Harald Hoffmann de Vere.


"Die geschundene Stadt Berlin ist in diesem Jahrhundert durch ein Wechselbad der Geschichte gegangen. Weil alles so schnell geht, verzehrt in Berlin jede Epoche die vorausgegangene."

Wolf Jobst Siedler


Unser Hirn ergänzt, was das Auge wahrnimmt; das ist das Geheimnis der abstrakten Malerei. Hoffmann de Veres Malerei ist ein Zwischending zwischen abstrakter und gegenständlicher Malerei; das ist nicht minder aufregend, als wenn wir uns einen Picasso anschauen und uns fehlende oder nicht anthropologisch richtig gezeigte Körperteile im Kopf hinzudenken, verschieben oder "verrrücken".

Michael S. Cullen